schlechte verlierer
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Ruhe, nur noch Ruhe

Bin nun schon so alt und muss bald in die Kiste. Etwas was ich immer schon gesucht habe, ist ein Gefühl von innerem Frieden. Habs nie bekommen - tausend Bücher gelesen, Klassik und Jazz gehört bis zum Hörsturz, gesoffen bis zum Umfallen, auf dem Jakobsweg mental gelaufen, in Klöstern geschlafen, Nächstenliebe ausgeübt bei Behinderte Jahrhundert lang, gebeichtet, als Buddhist meditiert, graucht wie ein Schlot und vier Kinder gezeugt, Antidepressiva geschluckt bis zur Gefühllosigkeit, Betablocker und Diazepam bis zum Abwinken, gewalkt mit und ohne Stöcke, gefressen, gefressen und gefastet bis zum Schwächeanfall, Bücher von Benediktus gelesen, mit Sehnsucht im Herzen durch die Wälder gelaufen, mich durch bitterböse Egoshooter durchgeballert, mich in Rollenspielwelten verloren........
Leid, die ewigen 4 Wahrheiten, diese Freiheit in einer atomisierten Welt, Sünde, Chill out, Bukowski reingezogen, Millionen Bilder runtergeladen und traurig angeschaut, Zademak, diese ganze Surrealistenbrut rauf und runter, mit Hemingway gelitten, unter dem Vulkan mit Lowry diskutiert, meine Frau gestreichelt, meinen Kater geherzt, auch ab und zu geweint, Angst gehabt auf hohen Dächern wegen der Selbstmordgefahr, ab zum Arzt wegen paranoider Karziophobie, nix gefunden, kein Augenhintergrundtumor, kein Ohrspeicheldrüsenkrebs, Blut im Stuhl, die Madonna von Raphael schaut mich an (großes Bild) und lächelt und der etwas zu dick geratene Jesus sagt, ich solle doch noch einmal eins von diesen neuen Räucherstäbchen aus Tibet anzünden (mach ich)
AAAABBBER KEEIINN FRIEEEEEDEN!!!!!!!
1.11.06 00:29


Hat mich jemand gefragt

Hat mich jemand gefragt
Hat mich jemand gefragt, geboren zu werden? Hat jemand gefragt, diese ganze Scheisse durchstehen zu müssen?
Diese ganzen Prüfungen, dieses ganze Leid, dieser Kampf mit mir selbst.
Diese Schmerzen, diese Verspannungen.
Hat jemand diese verhungerden Kinder gefragt, mich der ich dick und fett bin?

Und zu allem Unglück soll das unsere Prüfung sein, das, an dem wir gemessen werden.
Meine Triebe, meine Süchte, mein Verlangen, meine Schmerzen, die ich mit allem mir Möglichem zu überbrücken versuche.
Mein Gott, diese Schmerzen, dieses Gefühl nicht mehr weiter zu können.
Da habe ich zich Bücher über Askese, Buddhismus, Gott und was weiss ich gelesen. Die Theorie ist gut, die Praxis ist Scheisseeee.
Ich bin schwach und muss in die Hölle, ich bin in der Hölle.
Dieser beschissene Alltag der zerstört. Und ich habe nur ein Leben!!!!
27.10.06 22:03


Mit den Zähnen

Bonbons mit den Zähnen zermalmen, ununterbrochen etwas ims Maul schieben, kauen, kauen, nicht aufhören an den Kühlschrank zu rennen, fette Wurst herauszerren, fettige Finger ablecken, vier große Hähnchenschlegel verschlingen, würgen und doch nie, nie, nie genug haben.
Und draußen das nicht enden wollende Grau, die Leere der Seele, die es zu füllen gilt, die Trauer, die es totzuschlagen gilt, den Schmerz, der immer wieder, immer und immer wieder mit dem Schlamm aus Käse und Leberwurst bekämpft werden muss.
Das Grauen, die Eintönigkeit, die Leere, die Angst, der Ekel, die Gelähmtheit der Minuten, Stunden, die Müdigkeit.
Fressen, fressen, fressen ..... immerzu fressen!
3.10.06 17:16


Ausgefressen

2.01.06

Heute - 1. Tag meines Abnehmtagebuch.
Gefühle: Verlassenheit, die Einsamkeit von vollgefressenen häßlichen Dickbauchmännern.
Schmerzen: Rücken, oh ja, diese Rückenmuskulatur - von der übermächtigen Bauchkugel gezerrt, gequält....
Wünsche: dass es mir endlich gelingt, dünner zu werden - sonst nichts!!!!
2.10.06 19:40





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